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Artikel: Wie viel Magnesium am Tag für Kinder? Tagesbedarf und Dosierung nach Alter

How much magnesium per day for children? Daily requirement and dosage by age

Wie viel Magnesium am Tag für Kinder? Tagesbedarf und Dosierung nach Alter

Eltern, die sich mit Magnesium beschäftigen, stoßen schnell auf eine ganz konkrete Frage: Wie viel Magnesium braucht mein Kind eigentlich pro Tag – und ist das dasselbe wie die Dosis, die auf einem Nahrungsergänzungsmittel steht? Genau hier entsteht oft Verwirrung, denn der tägliche Bedarf und die empfohlene Dosierung eines Präparats sind zwei verschiedene Dinge.

Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann und der über die Nahrung aufgenommen werden muss. Er trägt unter anderem zu einer normalen Muskel- und Nervenfunktion, zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Erhaltung normaler Knochen bei.¹ Wie viel davon ein Kind benötigt, hängt vor allem vom Alter ab und steigt mit dem Wachstum kontinuierlich an.²

In diesem Ratgeber findest Du eine übersichtliche Tabelle mit dem täglichen Magnesiumbedarf nach Altersgruppen, eine klare Unterscheidung zwischen Tagesbedarf und Präparat-Dosierung, und Antworten auf die Fragen, wann eine zusätzliche Einnahme überhaupt sinnvoll ist und worauf Eltern dabei achten sollten. Um Symptome und Ursachen eines Mangels geht es hier bewusst nicht – die ordnen wir im Beitrag Magnesiummangel bei Kindern erkennen ein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der tägliche Magnesiumbedarf von Kindern ist altersabhängig und steigt mit dem Wachstum – von rund 80 mg im Kleinkindalter bis zu mehreren Hundert Milligramm bei Jugendlichen.
  • Tagesbedarf und Präparat-Dosierung sind nicht dasselbe: Der Tagesbedarf bezieht sich auf die gesamte Zufuhr über Ernährung und ggf. Ergänzung, nicht auf die Menge, die zusätzlich über ein Präparat eingenommen werden sollte.
  • In den meisten Fällen lässt sich der Bedarf über eine ausgewogene Ernährung decken.
  • Es gibt kein generelles Verbot von Magnesium für Kinder – entscheidend sind eine altersgerechte Dosierung und der tatsächliche Bedarf.
  • Der häufigste Effekt bei zu hoher Zufuhr über Präparate ist weicher Stuhl. Für ergänzendes Magnesium gelten deshalb Höchstmengen.
  • Ob und wie viel ergänzt werden sollte, klärt man am besten mit der Kinderarztpraxis.

Alle Themen im Überblick

80 bis 330 mg

Spanne des täglichen Magnesium-Referenzwerts vom Kleinkind- bis zum Jugendalter – der Bedarf steigt also um ein Vielfaches, während ein Kind heranwächst.²

Quelle: D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr (DGE, ÖGE, SGE)

Wie viel Magnesium brauchen Kinder pro Tag? (Tabelle nach Alter)

Wie viel Magnesium ein Kind täglich benötigt, richtet sich nach dem Alter. Die Ernährungsfachgesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz geben dafür sogenannte D-A-CH-Referenzwerte (Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr) an. Sie beziehen sich auf die gesamte tägliche Zufuhr über alle Lebensmittel – nicht auf die Menge eines Nahrungsergänzungsmittels.²

Alter Magnesium (mg/Tag) – männlich Magnesium (mg/Tag) – weiblich
Säuglinge
0 bis unter 4 Monate 24 24
4 bis unter 12 Monate 80 80
Kinder und Jugendliche
1 bis unter 4 Jahre 170 170
4 bis unter 7 Jahre 190 190
7 bis unter 10 Jahre 240 240
10 bis unter 13 Jahre 260 230
13 bis unter 15 Jahre 280 240
15 bis unter 19 Jahre 330 260

Als grobe Richtlinie für Fragen zum individuellen Alter gilt: Ein 5-jähriges Kind benötigt etwa 190 mg pro Tag, ein 8-jähriges Kind etwa 240 mg pro Tag.²

Wichtig sind dabei zwei Grundsätze:

  • Ergänzen statt ersetzen: Ein Nahrungsergänzungsmittel soll die Ernährung ergänzen, wenn der Bedarf nicht anderweitig gedeckt wird – es ersetzt keine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung.

  • Maßvoll dosieren: Für Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln gibt es Höchstmengen-Empfehlungen, um unerwünschte Effekte wie weichen Stuhl zu vermeiden.³ ⁴ Gerade bei Kindern sollte die Dosis am altersgerechten Bedarf ausgerichtet und nicht eigenmächtig hochgesetzt werden.

Wenn Du unsicher bist, wie hoch der Bedarf Deines Kindes ist oder ob eine Ergänzung überhaupt sinnvoll ist, ist die Kinderarztpraxis die richtige Anlaufstelle.

Magnesiumbedarf bei Jugendlichen

Mit Beginn der Pubertät steigt der Magnesiumbedarf deutlich an, weil Wachstum, Muskelaufbau und Stoffwechsel zunehmen. Jugendliche erreichen dabei annähernd das Niveau von Erwachsenen: Für die Altersgruppe der 15- bis unter 19-Jährigen liegt der Referenzwert bei Jungen bei etwa 330 mg pro Tag und bei Mädchen bei 260 mg pro Tag.² Zum Vergleich: Für Erwachsene werden etwa 350 mg (Männer) und 300 mg (Frauen) pro Tag angegeben.²

Gerade in Phasen mit viel Sport oder starkem Wachstum lohnt es sich, auf eine magnesiumreiche Ernährung zu achten – auch hier gilt aber, dass der Bedarf in der Regel über die Ernährung gedeckt werden kann.²

Wie wird der Bedarf über die Ernährung gedeckt?

Magnesium steckt in vielen alltäglichen Lebensmitteln. Zu den guten Quellen zählen Vollkornprodukte, Haferflocken, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen, grünes Gemüse sowie teilweise mineralstoffreiches Wasser.¹ ² Bei einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung lässt sich der tägliche Magnesiumbedarf von Kindern in den allermeisten Fällen ohne zusätzliche Präparate decken.²

Eine ausgewogene Ernährung ist damit die Grundlage der Magnesiumversorgung – Nahrungsergänzungsmittel können sie bei Bedarf ergänzen, ersetzen sie aber nicht.

Tagesbedarf ist nicht gleich Präparat-Dosierung

Ein zentraler Punkt, der oft übersehen wird: Der Tagesbedarf beschreibt, wie viel Magnesium ein Kind insgesamt pro Tag über alle Quellen aufnehmen sollte. Die Dosierung eines Nahrungsergänzungsmittels beschreibt dagegen nur die zusätzlich zugeführte Menge – und die ist in der Regel deutlich kleiner als der Tagesbedarf, weil der größte Teil bereits über die Ernährung gedeckt wird.

Anders gesagt: Wenn für eine Altersgruppe ein Referenzwert von 170 mg pro Tag gilt, bedeutet das nicht, dass ein Kind zusätzlich 170 mg über ein Präparat einnehmen sollte. Ein sinnvoll dosiertes Ergänzungsmittel liefert nur einen Teil des Bedarfs, um eine mögliche Lücke zu schließen. Für ergänzendes Magnesium aus Präparaten gelten außerdem eigene Höchstmengen, die unabhängig vom Tagesbedarf gelten.³ ⁴

250 mg

gelten für zusätzlich zugeführtes Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln als abgeleitete Tages-Höchstmenge (für Kinder ab etwa 4 Jahren und Erwachsene). Der Wert bezieht sich nur auf Präparate, nicht auf Magnesium aus der normalen Ernährung.³ ⁴

Quelle: Scientific Committee on Food (SCF) / EFSA; Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Wann kann eine zusätzliche Einnahme sinnvoll sein?

Da der Bedarf normalerweise über die Ernährung gedeckt wird, ist eine Ergänzung nicht automatisch nötig. Es gibt aber Situationen, in denen eine zusätzliche Zufuhr in Absprache mit der Kinderarztpraxis erwogen werden kann – etwa bei einer sehr einseitigen Ernährung, in Phasen mit stark erhöhtem Bedarf oder wenn ärztlich eine unzureichende Versorgung festgestellt wurde.

Welche Magnesiumverbindung sich für Kinder eignet und worin sich Citrat, Bisglycinat und Oxid unterscheiden, erklären wir ausführlich im Beitrag: Welches Magnesium ist für Kinder geeignet?

Sollten Kinder überhaupt Magnesium einnehmen?

Rund um dieses Thema kursiert häufig die Frage, ob Kinder überhaupt Magnesium einnehmen dürfen. Hier lässt sich klar sagen: Ein generelles Verbot von Magnesium für Kinder gibt es nicht. Die Zurückhaltung, die in solchen Fragen mitschwingt, hat vor allem drei nachvollziehbare Gründe:

  • Der Bedarf wird bei den meisten Kindern bereits über die Ernährung gedeckt, sodass eine Ergänzung oft schlicht nicht nötig ist.²

  • Eine zu hohe Zufuhr über Präparate kann zu weichem Stuhl führen – ein Grund, die Dosis maßvoll und altersgerecht zu halten.³

  • Präparate sind nicht automatisch für jedes Alter geeignet; die Alterskennzeichnung des jeweiligen Produkts ist zu beachten.

Sinnvoll ist eine Ergänzung also nicht pauschal, sondern dann, wenn ein tatsächlicher Bedarf besteht – idealerweise nach Rücksprache mit der Kinderarztpraxis.

Ab welchem Alter kommen Magnesiumpräparate infrage?

Eine einheitliche Altersgrenze gibt es nicht – maßgeblich ist die Alterskennzeichnung des konkreten Produkts. Viele Nahrungsergänzungsmittel sind erst ab einem bestimmten Alter vorgesehen, etwa weil Darreichungsform und Dosierung auf ältere Kinder ausgelegt sind. Für jüngere Kinder sollte grundsätzlich die Ernährung im Vordergrund stehen und eine Ergänzung nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Als Orientierung gilt: Zuerst die Altersfreigabe und Verzehrempfehlung des Produkts prüfen, dann die Dosierung am altersgerechten Bedarf ausrichten.

Kann zu viel Magnesium problematisch sein?

Über die normale Ernährung ist eine Überversorgung mit Magnesium sehr unwahrscheinlich, da überschüssiges Magnesium über die Nieren ausgeschieden wird.¹ Anders sieht es bei Präparaten aus: Eine zu hohe zusätzliche Zufuhr kann zu weichem Stuhl bis hin zu Durchfall führen. Ursache ist ein osmotischer Effekt – nicht aufgenommenes Magnesium bindet im Darm Wasser.³

Deshalb existiert für ergänzendes Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln eine abgeleitete Höchstmenge von 250 mg pro Tag (für Kinder ab etwa 4 Jahren und Erwachsene), die sich ausschließlich auf Präparate bezieht.³ ⁴ Für Kinder bedeutet das: Die Dosierung sollte immer am Bedarf ausgerichtet und nicht eigenmächtig erhöht werden.

Worauf sollten Eltern bei der Dosierung achten?

Aus dem Zusammenspiel von Alter, Bedarf und Verträglichkeit ergibt sich eine einfache Orientierung:

  • Am Alter ausrichten: Die Portionsgröße sollte zum altersgerechten Referenzwert passen.²

  • Tagesbedarf und Präparat-Dosis trennen: Ein Präparat soll eine Lücke schließen, nicht den gesamten Tagesbedarf abdecken.

  • Höchstmenge im Blick behalten: Zusätzliches Magnesium aus Präparaten sollte die abgeleitete Höchstmenge nicht überschreiten.³ ⁴

  • Alterskennzeichnung beachten: Nur Produkte verwenden, die für das Alter des Kindes vorgesehen sind.

  • Im Zweifel ärztlich abklären: Besonders bei jüngeren Kindern oder Unsicherheit über den Bedarf.

Wenn eine Ergänzung sinnvoll ist und eine kindgerechte Darreichungsform gefragt ist, können die wowtamins Magnesium Gummies eine praktische Option sein: Sie enthalten Magnesiumcitrat und liefern 100 mg elementares Magnesium pro Gummie – in zuckerfreier Form. Magnesium trägt unter anderem zu einer normalen Muskel- und Nervenfunktion bei.¹ Die genaue Verzehrempfehlung und Altersfreigabe findest Du auf der Produktseite.

Häufige Fragen zum Magnesiumbedarf von Kindern

Wie viel Magnesium benötigt ein 5-jähriges Kind pro Tag?

Für Kinder im Alter von 4 bis unter 7 Jahren liegt der Referenzwert für Magnesium bei etwa 190 mg pro Tag – bezogen auf die Gesamtzufuhr über die Ernährung.

Wie viel Magnesium benötigt ein 8-jähriges Kind pro Tag?

Für Kinder im Alter von 7 bis unter 10 Jahren liegt der Referenzwert bei etwa 240 mg pro Tag. Dieser Bedarf kann in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden.

Ist der Tagesbedarf gleich der Dosierung eines Präparats?

Nein. Der Tagesbedarf bezieht sich auf die gesamte tägliche Zufuhr über alle Quellen. Ein Nahrungsergänzungsmittel liefert nur einen Teil davon, um eine mögliche Lücke zu schließen – und unterliegt zusätzlich einer eigenen Höchstmenge.

Dürfen Kinder überhaupt Magnesium einnehmen?

Ein generelles Verbot gibt es nicht. Entscheidend sind eine altersgerechte Dosierung, die Alterskennzeichnung des Produkts und der tatsächliche Bedarf. Ob eine Einnahme sinnvoll ist, klärt man am besten ärztlich.

Kann man Magnesium überdosieren?

Über die Ernährung ist das sehr unwahrscheinlich. Bei Präparaten kann eine zu hohe Zufuhr zu weichem Stuhl oder Durchfall führen. Deshalb gelten für ergänzendes Magnesium Höchstmengen, und die Dosierung sollte maßvoll bleiben.

Ab welchem Alter sind Magnesiumpräparate geeignet?

Das hängt vom jeweiligen Produkt ab – maßgeblich ist die Alterskennzeichnung. Für jüngere Kinder sollte die Ernährung im Vordergrund stehen und eine Ergänzung nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Gesetzliche Einordnung und wissenschaftlich geprüfte Wirkungen

Gemäß der Europäischen Health-Claims-Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 und der Liste zugelassener gesundheitsbezogener Angaben (VO (EU) Nr. 432/2012) sind für Magnesium unter anderem folgende physiologische Funktionen wissenschaftlich bestätigt und rechtlich zugelassen:⁶ ⁷

  • Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

  • Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.

  • Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

  • Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.

  • Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.

  • Magnesium trägt zur normalen Eiweißsynthese bei.

  • Magnesium trägt zur normalen psychischen Funktion bei.

  • Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei.

  • Magnesium hat eine Funktion bei der Zellteilung.

Diese bestätigten Angaben beziehen sich auf die physiologische Funktion einer ausreichenden Magnesiumversorgung und stellen kein Heil- oder Krankheitsversprechen dar. Grundlage einer guten Versorgung ist eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise; Nahrungsergänzungsmittel ergänzen diese lediglich. Bei Unsicherheiten zur Versorgung des Kindes sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Quellen

  1. de Baaij, J. H. F., Hoenderop, J. G. J. & Bindels, R. J. M. (2015): Magnesium in Man: Implications for Health and Disease. Physiological Reviews, 95(1), 1–46.

  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE): D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Magnesium.

  3. Scientific Committee on Food (SCF) / EFSA: Tolerable Upper Intake Level für Magnesium (abgeleitete Höchstmenge von 250 mg/Tag für zusätzlich zugeführtes Magnesium aus Nahrungsergänzungsmitteln, ab ca. 4 Jahren).

  4. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Höchstmengen für Magnesium in Nahrungsergänzungsmitteln.

  5. European Food Safety Authority (EFSA), NDA Panel (2015): Scientific Opinion on Dietary Reference Values for magnesium. EFSA Journal, 13(7):4186.

  6. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel.

  7. Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und Gesundheit von Kindern.

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